 Das Zeillerhaus. Wohn- und Arbeitsstätte der Malerfamilie Zeiller.  Der Wohnturm des Grabherr-Hauses (Untermarkt 29/Zeillerplatz 1) ist wahrscheinlich das älteste Bauwerk von Reutte.  Fresko von Johann Jakob Zeiller am „Grünen Haus“, das heute das reichhaltige Museum beherbergt.  Dieses Bild an der Krone erinnert, dass Kaiser Josef II. hier von 27. auf den 28. Juli 1777 übernachtete.  Denkmal für Papst Pius VI. an der Bezirkshauptmannschaft, der von hier am 7. Mai 1782 dem Volks den Segen spendete.
| Die einstige Geschlossenheit des Untermarktes wird leider durch Neubauten und Baulücken gestört. Dennoch birgt der Untermarkt zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das Zeillerhaus (Zeillerplatz 2 und 3) hat den schönsten barocken Fassadenschmuck in Reutte; an der hofseitigen Längsseite wurden ältere Fresken freigelegt. Das Grabherr-Haus (Untermarkt 29, Zeillerplatz 1), ehemals die „Güldene Rose“, wurde mustergültig renoviert und ist nicht nur wegen seines Fassadenschmuckes sehenswert. Der diesem Haus angebaute Wohnturm ist ziemlich sicher das älteste Bauwerk in Reutte. Das benachbarte „Grüne Haus“ (Untermarkt 25) birgt das sehenswerte Museum; der barocke Fassadenschmuck stammt von Johann Jakob Zeiller. Die nunmehrige „Alte Post“ (Untermarkt 15) ziert ein neueres Giebelfresko von Ludwig Werner aus dem Jahr 1928, die Ausfahrt der Postkutsche darstellend. Moderne Fassadenkunst ziert die ehemalige „Glocke“ (Untermarkt 9).
Auf der anderen Straßenseite steht das so genannte „Tauscherhaus“ (Untermarkt 24) mit reicher Fassadenmalerei, die 2008 beispielhaft renoviert wurde. Die ehemalige „Goldene Rose“ (Untermarkt 16) ist wegen ihrer barocken Fassade und des barocken Türmchens sehenswert.
Im Zentrum ist das niedrige Gemeindeamt (Obermarkt 1), ehemals Kornhaus, schon längst zu einem Wahrzeichen geworden. An seiner südlichen Ecke steht das einzige Denkmal aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, die Wehrmann-Wappensäule, auch Nagelsäule genannt, die von drei schildhaltenden Kriegern, die die Wappen der Verbündeten (Österreich-Ungarn, Deutschland, Bulgarien, Türkei) zeigen, gekrönt wird.
Das dahinter liegende Haus, der ehemalige Ansitz Strahlenburgheim, meist „Dengelhaus“ genannt“ zeigt neben dem klassizistischen Fassadenschmuck bedeutende Werke der Schmiedekunst in Form der Fensterkörbe und der Wasserspeier.
Das Haus der Bezirkshauptmannschaft (Obermarkt 7) sticht wegen des geschwungenen Scheingiebels hervor. Im zweiten Stockwerk sieht man das Denkmal für Papst Pius VI., der vom Balkon dieses Hauses aus am 7. Mai 1782 dem Volk den Segen spendete. Das gegenüberliegende Bezirksgericht (Obermarkt 2) war der ehemalige Ansitz Ehrenheim des Pflegers von Ehrenberg.
Die schmucklose Pfarr- und Klosterkirche bietet doch einige Kostbarkeiten, insbesondere die spätgotische Madonna Anna Selbdritt von Jörg Lederer aus dem Jahr 1510.
Mit der Einmündung der Schulstraße enden die behäbigen Bürgerhäuser mit ihren Krüppelwalmdächern, ehemals Ansitz der Patrizier und der gehobenen Bürgerschicht. Den weiteren Verlauf des Obermarktes gegen Süden kennzeichnen die einfacheren und niedereren Häuser des einstigen Handwerkerviertels. Erst am Ende des Straßenzuges, im Bereich des oberen Salzstadels, treten wieder mit dem „Schwarzen Adler“, und dem „Waisenhaus“ große Bürgerhäuser hervor. Das Giebelfresko am „Schwarzen Adler“ zeigt die Auferstehung Christi. In der benachbarten „Krone“ zeigt ein Fresko über dem Eingang die Ausfahrt Kaiser Josefs II. im Jahr 1777.
Die Floriankapelle im Ortsteil Kög ist das bedeutendste Rokokobauwerk. Die Rochuskapelle in der Planseestraße ist eines der ältesten Bauwerke (1526) und beherbergt das sehenswerte Kriegerdenkmal.
Bei einem kunstgeschichtlichen Rundgang sollte man keinesfalls auf die Besichtigung der Südtiroler Siedlung verzichten. Die dortigen Fresken führen in eine ganz andere Zeit und sind mit der damaligen „Blut- und Boden-Romantik“ ein bemerkenswertes Zeitzeugnis dieser Epoche.
Den Höhepunkt jeder kultur- und kunstgeschichtlichen Betrachtung bietet ein Besuch des Festungsensembles von Ehrenberg, bestehend aus Burg Ehrenberg, Ehrenberger Klause, Fort Claudia und Festung am Schlosskopf.
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